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Systemische Sichtweise in Perfektion – oder eben KEINE rote Karte für die Autoren dieses wirklich wertvollen Buches!
Michael Dobe und Boris Zernikow klären mit einer grossen Sorgfalt und einer wertschätzender Haltung auf, wie Kinder, Jungendliche und ihre Eltern einen guten Umgang chronischen Schmerzen lernen können. Wie sie entlastet werden und welche Möglichkeiten sie haben, die Schmerzmilderung oder gar eine Heilung anzugehen.
Das Buch ist gefüllt von konkreten Beispielen und möglichen Lösungswegen. Es beinhaltet wichtige Anregungen im Umgang und Verhalten mit schmerzgeplagten Kindern und enthält zudem Informationsblätter für Lehrer und Verwandte.
Obwohl ich kein chronisch krankes Kind habe, gibt mir dieses Buch zahl- und hilfreiche Anregungen im Umgang mit Schmerzen für mich und meine Kinder. Das Gelernte, im Umgang mit dem „Schmerzgedächnis“, stärkt mich in meiner Rolle als Mutter und lernt mich Eigenes zu überdenken.
Für interessierte Leser und Eltern, die immer wieder mit den Schmerzen ihrer Kinder (aber auch eigenen) konfrontiert sind, ist dieses Buch ganz klar ein Gewinn! Carl Auer Verlag
ISBN 978-3-89670-688-1
Matthias Ochs und Rainer Orban erinnern nicht nur daran, dass einst schon Josef eine Stiefvaterrolle wahrgenommen hat, sondern befassen sich in ihrem Buch eindrücklich mit dem gesellschaftlichen Wandel und der Veränderung der Familienformen in der heutigen Zeit. Alles verändert sich rasant, warum also sollte die Familienform bleiben wie eh und je?
Die Autoren zeigen auf, was Kinder wirklich brauchen um behütet aufzuwachsen. Sie tragen sorgfältig zusammen was die heutigen Forschungen über die kindliche Entwicklung in Eineltern- oder Patchworkfamilien wissen und bauen so, unzählige Mythen gelungen ab!
Sie Räumen mit Vorurteilen auf und weisen auf veraltete „Heile- Welt- Familien“ – Vorstellungen hin die hinderlich sind in neuen Formen zusammen zu wachsen.
Weniger als Ratschlag und mehr als erforschte Feststellung verdeutlichen sie, was Neuzeitfamilien anstreben sollten. Wie sie Trennung verdauen und was es braucht, dass das Leben im Patchwork gelingt.
Der Glaube und das Wissen über die Widerstandsfähigkeit und Entwicklungsfähigkeit aller wird verdeutlich und überstützt in allen Lebenslagen.
Carl Auer VerlagISBN 978-3-89670-655-3
Das Marie-Luise Conen und einst Gianfranco Cecchin, den „verwünschten“ Kindern und ihren Familien viel am Herzen liegt, kommt in ihrem fachbezogenen Buch für Familienberater aller Art, klar zum Ausdruck. Mit einem kritischen, aber einfühlsamen Blick auf das Familiensystem und anhand vieler Beispiele aus der Praxis, erklären und verdeutlichen die Autoren nicht nur den systemischen Weg, sondern auch ihre Ressourcenorientierte Haltung. Das Wissen um die Resilienz- Forschung ist ihnen dabei ebenso wichtig wie eine positive Sichtweise und den Mut, neue Wege zu gehen. Sie äußern sich aus Erfahrung kritisch gegenüber bestehenden Vorgehensweisen in den Institutionen für Familienfragen und nehmen Stellung zu bestehenden Elternbildungsangeboten. „Wenn Eltern aufgeben“ ist ein Fachbuch für all die, welche mit Familien in Krisensituationen arbeiten und sie begleiten. Es verschafft einen nachvollziehbaren Zugang zur systemischen Familientheorie und die praxisnahen Beispiele zeigen auf, wie schon im Vorfeld mit Familien gearbeitet werden kann und so vielleicht, eine Fremdplatzierung der Kinder umgangen werden kann. CARL-AUER VerlagISBN 978-3-89670-629-4
Auch die letzen Tage, gibt es in den Medien wieder viel über „gewaltfreie Erziehung“ zu lesen. Auch in der Schweiz wird inzwischen dem „no hitting day“, dem Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April, besonders seitens des Kinderschutzes Schweiz www.kinderschutz.ch , Aufmerksamkeit geschenkt. Wie löblich denke ich, als ich eben den Nachrichten lausche, die nicht überraschend, über einen weiteren Gewaltakt berichten.
Gewalt in der Erziehung und Beziehung zu Kindern hat viele Gesichter und nicht alle sind so deutlich, wie wenn bereits blaue Flecken oder gar Schlimmeres Kinder kennzeichnet.
Gewalt gibt es auch in der Kommunikation, dann wenn Kinder gedemütigt und abgewertet werden.
Gewalt geht uns alle an und nur über den offenen Austausch, wird dies Tabuthema eine Chance haben sich zu entwickeln.
Wollen wir nicht alle geachtet werden? Spüren, dass wir wertvoll sind? Das wir so OK sind, wie wir sind? Das wir Fehler machen dürfen? Erfahrungen sammeln können, auch wenn wir dabei auf die Nase fallen? In Gesprächen ernst genommen werden – gehört werden? Haben wir nicht alle den Wunsch, bedingungslos geliebt zu werden wie ein neugeborenes Baby einfach weil wir sind?
Nein, dass sollen keine anklagenden Worte sein, aber ganz nach dem Motto; „der Weg ist das Ziel“, wage ich täglich neue Schritte und möchte Sie dazu einladen es gleich zu tun, wohl wissend, wie befreiend der Weg aus alten Mustern sein kann.
Beginnen wir also bei unseren Kindern und leben wir vor, was wir uns wünschen, wissend auf einer liebevollen Beziehung aufzubauen. Dem Liebsten was wir in unserem Leben haben zu geben, was wir uns wünschen.
Gewaltfreie Kommunikation – www.gordontraining.ch
Gewaltfreie Erziehung Elternkurse – www.elternbildung.ch Info: http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Haeufige_Probleme/s_1005.html
Regelmässig erreichen mich Mails von Eltern, die nicht mehr weiter wissen. Oft sind es die ältesten Kinder, die sehr unter Eifersucht leiden.
Die Familienharmonie ist getrübt, die Konflikte zermürben den Alltag und lassen selbst die Nervenstärksten an ihr Grenzen kommen.
Eifersucht ist nicht normal! Eifersucht frisst Kinderseelen auf. Wer selbst als Kind darunter gelitten hat, weiss um dieses Leid. Oft tragen wir es als Erwachsene noch mit uns herum und manchmal bricht es spätestens bei Erbschaftsstreitigkeiten wieder in seiner vollen Blüte durch.
Der Mensch leidet. Es tut weh. Nein, Eifersucht ist nicht normal.
Durchaus ist man „mal“ Eifersüchtig. Es ist nicht zu vermeiden, dass Kinder sich mit ihren Geschwistern streiten, auch um die Gunst der Eltern. Sind diese Konflikte aber an der Tagesordnung, überschreiten sie ein normales Mass und bedürfen einer Überdenkung.
Natürliche Rivalität ja, Eifersucht nein.
Kinder haben das Grundbedürfnis geliebt zu werden.
Die einzige wirkliche Lösung liegt bei uns Eltern.
Kinder haben einen ewigen Kampf um die Liebe ihrer Eltern.
"Liebe teilen" verstehen sie nicht. Eine grosse Hilfe ist es, wenn sich Eltern zusammen setzen und mal genauer „hin“- schauen, wann sie in ihrer Kindheit eifersüchtig waren. Welche Sprüche und Gesten haben verletzt. Oft wird dann bewusst, dass man unbemerkt, die gleichen Auslöser benutzt hat. Meist hilft diese Erkenntnis am allermeisten.
Eifersucht bedeutet, dass sich das Kind weniger geliebt fühlt als das Andere. Es hat eigentlich kein Problem mit dem Geschwister, sondern es zweifelt daran, dass es von seinen Eltern voll und ganz geliebt wird.
Die Autorinnen, Adele Faber und Elaine Mazlish konnten dies in ihrem liebvollen Buch,
"Hilfe, meine Kinder streiten", sehr einfühlsam vermitteln. Anhand vieler Beispiele ist es eine schnell gelesene Bereicherung, die ich allen Eltern von Geschwistern, wärmstens empfehlen kann!
Besonderheit: Kein ISBN. Das Buch kann via LLL oder www.spielgruppe.ch/p497.html in der Schweiz bezogen werden.
Auf meiner Website finden Sie eine erweiterte Literaturliste, mit Kurzbeschreibung, zur Thematik.http://www.elterncoach.ch/pdf/Geschwistereifersuchtweb.pdf
Ich musste nicht lange in Jesper Juul`s einfühlsamen Erziehungratgeber, "Das kompetente Kind" lesen...um an die spannende Stelle zu gelangen, wo der Autor den "Respekt" anspricht. Warum ich "Respekt" in Anführungszeichen setze? Ja was heisst denn "Respekt" in Ihren Ohren? Ist es nicht so, dass jeder Mensch "Ihn" etwas anders kennengelernt hat...anders auffasst....annimmt...gar verlangt oder fordert?
Ja, "Respekt" ist wahrlich ein Wort das polarisiert und ich bin gespannt auf Ihre Meinung dazu...
Zurück zu Jesper Juul und seinen Zeilen...
"Sind Respekt und Akzeptanz Voraussetzung für Liebe oder sind sie eine Konsequenz daraus"
Was für ein starker Satz - nicht wahr?
Denke ich so, na sagen wir mal 25 Jahre zurück, verbinde ich "Respekt" mit Autoritätpersonen. Hatte ich doch zum Beispiel "Respekt" zu haben vor meinem Lehrer, der sich, alleswissend im Frontunterricht, täglich und meist energisch (ich drücke es mal zurückhaltend aus), seinen "Respekt" zu verschaffen glaubte. Aber hatte ich nun wirklichen welchen vor ihm? Nein. Es war wohl eher die Angst vor dem Tadel oder der folgenden Strafe, die mich dazu bewegte, seinen Forderungen zu gehorchen.
Also mache ich mich auf die Suche nach dem für mich wahren "Respekt"...
Jesper Juul - "Das kompetente Kind"
ISBN-10: 3-499-61485-5
ISBN-13: 9783499614859